Interoperabilität

Elektronische Rezepte: Schlüsselfaktor Anschlussfähigkeit

Elektronische Rezepte reduzieren Papier und Bürokratie und erleichtern den Alltag von Patienten. Als Teil eines ganzheitlichen Konzepts können sie aber auch die Patientensicherheit erhöhen – etwa, indem Daten direkt in einen elektronischen Medikationsplan fließen. Viele Länder haben bereits landesweite E-Rezept-Dienste eingeführt – in Deutschland sollen die Grundlagen 2020 gelegt werden. Ende vergangenen Jahres haben wir analysiert, was Deutschland von anderen Ländern lernen kann: Interoperabilität, klare Nutzungsszenarien und die Anschlussfähigkeit an elektronische Patientenakten sind die Schlüsselfaktoren.

„Der Patient hat ein Recht auf IT-Standards“ – Sylvia Thun im Interview

Wenn im Kontext digitaler Gesundheit über Vernetzung gesprochen wird, liegt die Bedeutung von IT-Standards, Schnittstellen und der Interoperabilität von Systemen auf der Hand. Und gerade wenn es um einrichtungsübergreifende Elektronische Patientenakten geht, spielen diese Aspekte eine grundlegende Rolle. Um die Relevanz der – im Diskurs häufig wie „Buzzwords“ genutzten und unklar verwendeten – Begriffe einzuordnen, haben wir mit Standardisierungs-Expertin Sylvia Thun gesprochen. Auszüge unseres Austauschs veröffentlichen wir in diesem Interview. Thun zufolge haben Patienten ein Recht auf IT-Standards. In Deutschland brauche es mehr politische Steuerung und übergeordnete Vorgaben.