Datenschutz

Informationsfreiheit: Die extrovertierte Schwester eines defensiven Datenschutzes

Bereits existierende Daten des Gesundheitssystems sollten umfassender und konsequenter für Forschung und Patienteninformation genutzt werden – dafür spricht sich der Hamburger Versorgungsforscher Prof. Jonas Schreyögg aus. Inwieweit dies rechtlich zulässig, ja vielleicht sogar geboten ist, haben die beiden Regensburger Jura-Professoren Thorsten Kingreen und Jürgen Kühling in einem durch uns beauftragten Gutachten untersucht. In der Schlussfolgerung schlagen die Gutachter vor, an der zentralen Stelle „Datentransparenz“ (§ 303a-e SGB V) anzusetzen, die Nutzung der bereits umfassenden stationären Daten durch Rechtsverordnung oder Weisung an das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) zu erleichtern und den Datenumfang per Gesetz um ambulante Struktur- und Abrechnungsdaten zu ergänzen.

Ergebnisse unserer Debattenreihe: Big Data als Gestaltungsaufgabe verstehen

In einer digitalen Debattenreihe haben wir uns den Möglichkeiten und Grenzen von Big Data im Gesundheitswesen gewidmet. Wir ließen 13 Experten aus Wissenschaft, Gesundheitswesen, Wirtschaft und Medien zu Wort kommen. Mit dem Ziel, den Diskurs um Big Data zu strukturieren, haben wir die Beiträge nun systematisch ausgewertet. Die Ergebnisse präsentieren wir in diesem Beitrag: Welche Potenziale und Herausforderungen sehen die Experten in Big Data? Welche Lösungsansätze schlagen sie vor? Und: Wo sehen sie die Zukunft von Big Data im Gesundheitswesen?