Big Data: Datenbestände für Wissenschaft und Patienteninformation effektiver nutzen

Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Jonas Schreyögg. Derzeit wird viel über die Anwendung von Big Data im Gesundheitswesen diskutiert. An sich beschreibt Big Data die Möglichkeit, große Datenmengen unterschiedlicher Natur in kurzer Zeit analysieren zu können. Oftmals gerät dabei aus dem Blick, welche Datenbasis für Analysen zur Versorgungsforschung und Patienteninformation überhaupt zur Verfügung stehen und welchen Zugang es zu diesen Datenbeständen gibt. Dabei weist Deutschland schon jetzt eine hervorragende Datenbasis im Gesundheitswesen auf.

Vergütung von Videosprechstunden: Holzweg oder Autobahn?

Einführung von Videosprechstunden: Unterwegs auf Autobahn oder Holzweg?

Unsere Studie zu Videosprechstunden aus 2015 zeigt bevölkerungsseitig ein großes Interesse an der digitalen Form des Arzt-Patient-Gesprächs. Darüber hinaus kann der neue Kommunikationskanal auch für Ärzte eine sinnvolle Prozessinnovation sein – so zeigen es die Einschätzung der von uns befragten Experten und internationale Erfahrungen. Als förderlich für die Akzeptanz seitens der Ärzte hatten die Experten unter anderem die Abfederung von Investitionskosten sowie eine geregelte Vergütung identifiziert. Seit dem vergangenen Wochenende werden Videosprechstunden nun durch die gesetzliche Krankenversicherung vergütet – versehen mit budgetären und indikationsbezogenen Einschränkungen, die bei verschiedenen Akteuren teils heftige Kritik ausgelöst haben. Wir haben erste Reaktionen gesammelt und möchten mit diesem Beitrag weiteren Diskurs anstoßen.

Von „Small Data“ zu Big Data: Die Rahmenbedingungen für Digitalisierung verbessern

Die zunehmende Digitalisierung aller Gesellschafts- und Arbeitsbereiche ergänzt die drei klassischen Produktionsfaktoren Kapital, Arbeitskraft und Rohstoffe um einen Vierten: Daten. Die Konzepte, Methoden und Technologien rund um Big Data sorgen dafür, dass diese Daten zukünftig nicht mehr nur exponentiell wachsen, sondern nutzenstiftend verwertbar gemacht werden. Inmitten der vierten, der digitalen Revolution, entsteht mit Big Data folglich ein hochgradig zukunftsrelevantes Thema, dessen volkswirtschaftliches Ausmaß wir bislang nur erahnen können.

Basis zur effizienten Nutzung von Big Data? Eine einheitliche Infrastruktur im Gesundheitswesen

Wenn rund um das Thema „Big Data“ diskutiert wird, dann stehen zumeist Forschung und Entwicklung im Mittelpunkt des Diskurses. Tatsächlich sind die Potenziale, die durch eine intelligente Nutzung von Big Data entstehen können, jedoch praktisch für jeden Bereich im Gesundheitssektor denkbar – egal ob in Reha-, Pflege- oder Sozialeinrichtungen. Mit einer effizienten Auswertung von Patienten- und Gesundheitsdaten könnten Möglichkeiten für Kosten- und Zeiteinsparungen gefunden werden. Auch eine personalisierte Medizin würde verstärkt ihren Weg in das Gesundheitswesen finden. Insgesamt könnte damit die Gesundheitsversorgung in Deutschland gestärkt und deutlich verbessert werden.

Dr. Ralf Stroop stellt Mobile Retter in Gütersloh vor

Mobile Retter: Eine App, die Leben rettet

Digitale Innovationen können bestehende Prozesse optimieren und ergänzen – in der Gesundheitsversorgung bestenfalls mit dem Ergebnis, das Leben eines Patienten mit guter Lebensqualität zu verlängern. Dr. Ralf Stroop und sein Team berichten bei einem Besuch in der Bertelsmann Stiftung, wie sie das mit dem gemeinnützigen „Mobile Retter e.V.“ erreicht haben.

Big Data: From Chip to Bedside durch konkrete Versorgungsziele

Das Thema „Big Data in der Medizin“ springt uns seit einiger Zeit aus diversen Medien entgegen. Irgendwo zwischen Hoffnung und überschätztem Hype wird das Thema sehr theoretisch diskutiert. Wenngleich im breiten Versorgungsalltag bisher keine sichtbaren Anwendungen angekommen sind, übt das Thema natürlich eine ungeheure Faszination auf mich aus – als Arzt – und – qua Amt – auch in meiner Rolle als Vorsitzender des Ausschusses Telematik der Bundesärztekammer.

Digital-Health-Veranstaltungen in 2016: Viel Optimismus, selten konkrete Lösungen

Wer sich für digitale Gesundheit interessiert, kann regelmäßig in der ganzen Republik entsprechende Veranstaltungen besuchen. Doch wer spricht dort über welche Themen – und welche Grundhaltung wird von den Referenten vertreten? Wir haben für unseren Blog über 120 Digital-Health-Events des vergangenen Jahres unter die Lupe genommen und festgestellt: Die Vortragenden blicken insgesamt chancenorientiert in die Zukunft der digitalen Gesundheit. Konkrete Konzepte und Ansätze zur Implementierung werden jedoch noch selten aufgezeigt.

Big Data bereitet den Weg von einer Interventions- zur Präventivmedizin

Es ist der Beginn einer technologischen Revolution im Bereich des Gesundheitswesens: Die Verbreitung von mobilen Gesundheits-Apps, Sensoren, die Lebensstil und Vitalparameter überwachen, sowie die Popularisierung von telemedizinischen Geräten machen es möglich, die elektronischen Patientenakten mit Daten zu füllen. In den scheinbar chaotischen Digitalsammlungen sind Zusammenhänge und Kenntnisse verborgen, welche zur besseren Diagnostizierung, zu klinischen Untersuchungen, zur Vorbeugung und Individualisierung der Patientenbetreuung genutzt werden können. Big Data wird einer der größten Meilensteine in der Medizin sein.

Digital Health: Nutzerorientierung als Leitgedanke technologischer Innovation im Gesundheitswesen

Die zunehmende Zahl an Digital-Health-Anwendungen für Bürger wirft viele Fragen auf: Wie lassen sich Anwendungen mit hohem Nutzenpotenzial identifizieren? Wie gelangen diese Anwendungen rasch in den Versorgungsalltag, um dort Nutzen zu stiften? In unserem Projekt „Der digitale Patient“ befassen wir uns im Rahmen einer mehrstufigen Analyse aktuell mit genau diesem Thema. Doch bereits vor der Nutzenbewertung und Verbreitung müssen die Weichen für solche Anwendungen richtig gestellt werden. Warum Nutzerorientierung dabei eine wesentliche Rolle spielt, leitet Gesundheitswissenschaftler und „30 unter 40“-Mitglied Dr. Christoph Dockweiler in diesem Gastbeitrag her.

Wir brauchen mehr Transparenz: Woher kommt das Big-Data-Rohmaterial?

„Daten sind das neue Gold“ – das ist eine Weisheit, die man sich auf Konferenzen immer mal wieder zuraunt. Es gibt aber einen ziemlich großen Unterschied: Anders als Gold vermehren sich die Daten permanent. So haben wir in den letzten zwei Jahren mehr Daten produziert als in der gesamten Menschheitsgeschichte davor. Vieles passiert bewusst (zum Beispiel senden die Benutzer von Facebook und WhatsApp 41,6 Millionen Nachrichten pro Minute), vieles aber auch unbewusst: Wissen Sie auf Anhieb, welchen Smartphone-Apps sie den Zugriff auf ihren Standort erlaubt haben?