Dr. Thomas Kostera

Dr. Thomas Kostera


Die letzten Beiträge

E-Health-Strategie: Warum wir einen integrierten Ansatz für Europa brauchen

Von der elektronischen Patientenakte bis zur Telemedizin: Die Digitalisierung der Gesundheitswesen in den Ländern der Europäischen Union schreitet unterschiedlich rasch voran und gleicht einem Flickenteppich. Zwar gibt es eine Vielzahl guter europäischer Initiativen im Umgang mit E-Health. Doch ein klares, gesamteuropäisches Zielbild fehlt bisher. In einem Impulspapier plädieren wir für eine integrierte europäische E-Health-Strategie. Das Papier zeigt auf, warum die EU von einem einheitlichen E-Health-Markt profitiert – und wie die Umsetzung einer gemeinsamen E-Health-Vision gelingen könnte.

Sekundärnutzung von ePA-Daten: So bergen andere Länder Datenschätze

Die elektronische Patientenakte (ePA) kommt. Damit steht künftig ein immenser Datenschatz zur Verfügung, der für die Forschung und das Gesundheitswesen enorme Erkenntnispotenziale bietet. Viele Länder machen davon bereits Gebrauch – auch Deutschland steht durch das neue Patientendatenschutzgesetz prinzipiell in den Startlöchern dafür. In einer Sonderauswertung der Studie #SmartHealthSystems haben wir analysiert, welche Rahmenbedingungen für die Daten-Sekundärnutzung in 17 Ländern existieren und wie das zur Verbesserung von Gesundheitsversorgung beitragen kann.

Einsatz und Nutzung von Telemedizin: So funktionieren Videosprechstunde und Co. in anderen Ländern

Die Corona-Pandemie hat der Telemedizin viel Aufwind beschert. Dabei sind Videosprechstunde und andere telemedizinische Dienstleistungen in vielen Ländern schon längst fester Bestandteil der Regelversorgung und viel mehr im Alltag integriert als hierzulande. Was kann Deutschland von diesen Ländern lernen? Es zeigt sich, dass Deutschland noch ein klares Zielbild fehlt, wie Telemedizin zu einer verbesserten Regelversorgung beitragen kann und wo sie sich geographisch konzentrieren soll.

Wie Bürger durch Datenspenden zur Coronavirus-Forschung beitragen können – Cinthia Briseño im Interview

Seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus, der weltweiten Pandemie und Social Distancing, sind Digital-Health-Lösungen stark in den Fokus gerückt. Vor Kurzem fand zum Beispiel der #WirvsVirus-Hackathon statt, den die Bundesregierung mit einer Reihe von Digitalinitiativen veranstaltet hat. Daran nahmen mehr als 40.000 Teilnehmer teil, die an einem Wochenende in Teams nach digitalen Lösungen für die Corona-Krise suchen sollten. Weitere Lösungen werden aber auch jenseits des Hackathons entwickelt: Dr. Cinthia Briseño ist Mitglied des Expertennetzwerks „30 unter 40“ der Bertelsmann Stiftung. Sie arbeitet derzeit ehrenamtlich an dem Projekt „Faster Than Corona“, einer Citizen-Science-Plattform, die im Kampf gegen Corona Menschen dazu aufruft, ihre Gesundheitsdaten zu spenden. Im Interview erläutert sie, worum es dabei geht und wie sich das Projekt von anderen Ansätzen unterscheidet.

Elektronische Rezepte: Schlüsselfaktor Anschlussfähigkeit

Elektronische Rezepte reduzieren Papier und Bürokratie und erleichtern den Alltag von Patienten. Als Teil eines ganzheitlichen Konzepts können sie aber auch die Patientensicherheit erhöhen – etwa, indem Daten direkt in einen elektronischen Medikationsplan fließen. Viele Länder haben bereits landesweite E-Rezept-Dienste eingeführt – in Deutschland sollen die Grundlagen 2020 gelegt werden. Ende vergangenen Jahres haben wir analysiert, was Deutschland von anderen Ländern lernen kann: Interoperabilität, klare Nutzungsszenarien und die Anschlussfähigkeit an elektronische Patientenakten sind die Schlüsselfaktoren.

Elektronische Patientenakten: Wie andere Länder semantische Standards einsetzen

„Semantische Interoperabilität“ ist das Zauberwort, wenn es darum geht, elektronische Patientenakten erfolgreich über die verschiedenen Sektoren des Gesundheitssystems zu führen und medizinische Daten nicht nur austauschen, sondern auch nutzen zu können. Ohne Semantik lässt sich Digitalisierung nicht gewinnbringend umsetzen. Darüber wird in Deutschland gerade breit diskutiert. Die Politik hat den Prozess angestoßen, Standards und einheitliche Computersprachen zu definieren. Auf Grundlage unserer ländervergleichenden Studie #SmartHealthSystems haben wir genauer geschaut, welche Bedeutung semantische Standards für das jeweilige Gesundheitssystem haben – und wie andere Länder Daten tatsächlich austauschen. Was Deutschland hier lernen kann: Unumgänglich ist, dass eine Behörde oder ein Kompetenzzentrum die Koordinierung übernimmt und dass die Akzeptanz klinischer Informationsstandards strategisch gefördert wird.