Interview
Fernbehandlung: Telemedizin muss erkennbare Vorteile nutzen

Fernbehandlung: „Telemedizin muss die erkennbaren Vorteile für Ärzte und Patienten nutzen“ − Franz Joseph Bartmann im Interview

Der 121. Deutsche Ärztetag hat beschlossen, die Musterberufsordnung der Ärzte im Hinblick auf das Thema „Fernbehandlung“ anzupassen und das Verbot ausschließlicher Telekonsultationen, also solcher ohne persönlichen Erstkontakt, zu lockern. Damit wurde eine Hürde für eine breitere Nutzung digitaler Anwendungen und der Telemedizin genommen. Was bedeutet die Öffnung nun konkret? Warum geht die Ärztekammer Schleswig-Holstein noch einen Schritt weiter und was muss nun getan werden, damit Fernbehandlungen einen Mehrwert für Patienten bieten? Wir haben Dr. Franz Joseph Bartmann, Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein und Vorsitzender des Telematikausschusses der Bundesärztekammer, für unseren Blog befragt.

Roadmap Digitale Gesundheit

„Roadmap Digitale Gesundheit“: Neue Handlungsempfehlungen und Denkanstöße für mehr Patientennutzen durch Digitalisierung

Im vergangenen Jahr haben wir – das Expertennetzwerk „30 unter 40“ und das Team des Projekts „Der digitale Patient“ – im Rahmen der „Roadmap Digitale Gesundheit“ konkrete Handlungsempfehlungen und Denkanstöße formuliert, mit deren Hilfe Digitalisierung mehr Patientennutzen erzeugen soll. In den letzten Monaten wurde diese Roadmap aktualisiert und um sieben neue Empfehlungen erweitert, die sich an verschiedenste Akteure des Gesundheitssystems richten und von diesen singulär umgesetzt werden können.

Algorithmen
Doctor and family member supporting dying senior man lying in bed at hospital.

Algorithmen für die Berechnung von Todesrisiken – ein Kommentar von Cinthia Briseño

„Der Einsatz und die Weiterentwicklung von algorithmischen Systemen in der Medizin sind kaum aufzuhalten – und machen auch vor dem Tod keinen Halt“ sagt Cinthia Briseño, Geschäftsführerin der Frisk Innovation GmbH und Mitglied in unserem Expertennetzwerk „30 unter 40“. Schon heute sind Systeme zur Berechnung von Sterbeprognosen im Einsatz. Was bedeutet das für Patienten, Ärzte und Pflegepersonal sowie die Gesellschaft insgesamt? Cinthia Briseño fasst zusammen, welche Lehren wir bisher ziehen können. Feststeht: Ein öffentlicher, gesellschaftlicher und vor allem aber auch ethischer Diskurs über die Voraussetzungen, unter denen derartige Algorithmen zum Einsatz kommen, ist unabdingbar.

Interview
„Auch Skeptiker würden Gesundheits-Apps nutzen, wenn der Arzt sie verschreibt“ − Sebastian Schmidt-Kaehler im Interview

„Auch Skeptiker würden Gesundheits-Apps nutzen, wenn der Arzt sie verschreibt“ − Sebastian Schmidt-Kaehler im Interview

Im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hat Sebastian Schmidt-Kaehler von der Patientenprojekte GmbH eine qualitative Studie zu Erfahrungen, Erwartungen und Nutzungsmustern von Patienten in Deutschland durchgeführt. Die Ergebnisse wurden bereits im vergangenen Jahr unter dem Titel „Patientenperspektiven 2017“ publiziert und beschäftigen sich an vielen Stellen auch mit Fragen, die uns im Projekt „Der digitale Patient“ bewegen – etwa im Kontext unserer Studie zu „Dr. Google“ oder unserer Analysen zum Transfer von Gesundheits-Apps in den Versorgungsalltag. Wir haben Sebastian Schmidt-Kaehler für unseren Blog befragt, wie Patienten über Online-Gesundheitsinformationen, Video-Sprechstunden und Gesundheits-Apps denken.

#SmartHealthSystems

Von anderen Ländern lernen: Wie gelingt die Digitalisierung des Gesundheitswesens? – Internationale Vergleichsstudie gestartet

Deutschland – so eine häufig gehörte Feststellung – hinkt anderen Ländern bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens deutlich hinterher. Doch wo gibt es den größten Aufholbedarf? Welche Strategien verfolgen andere Länder? Und was können wir von ihren Erfahrungen lernen? In einer internationalen Vergleichsstudie möchten wir in den kommenden Monaten herausfinden, was eine erfolgreiche nationale Digitalisierungsstrategie ausmacht. Dazu analysieren wir die jeweiligen Rahmenbedingungen, die Fortschritte und Erfolgsfaktoren in 17 verschiedenen Gesundheitssystemen. Unsere Ausgangsthese: Um die Potenziale der Digitalisierung für die Gesundheitsversorgung zu nutzen, braucht es – unabhängig von Größe und politischem System des Landes – eine langfristige nationale Strategie, ein klares Zielbild und politische Führung.

Interview

Gesundheits-Apps: „Es braucht einen Paradigmenwechsel bei der Nutzenbewertung“ – Karsten Knöppler im Interview

Das Projekt „Der digitale Patient“ beschäftigt sich damit, wie nutzenstiftende Gesundheits-Apps und Webanwendungen für Bürger schneller in die Regelversorgung überführt werden können. In einzelnen Teilberichten zum „Transfer von Digital-Health-Anwendungen in den Versorgungsalltag“ widmen wir uns verschiedenen Markzugangshürden und erarbeiten Vorschläge zur Verbesserung der Rahmenbedingungen. Der aktuelle Teilbericht zeigt, dass die klassischen Methoden des Wirksamkeitsnachweises und der Nutzenbewertung für […]

Interview

Telemedizin: Politik und Kostenträger brauchen Mut für neuartige Versorgungskonzepte – Gordian Hubert von „TEMPiS“ im Interview

Mit Telemedizin können Behandlungsprozesse verbessert oder Versorgungslücken geschlossen werden. In unserer Studie zu telemedizinischen Prozessinnovationen hat das IGES-Institut für uns gefragt, wie Telemedizin-Projekte in der Regelversorgung ankommen – und 15 Erfolgsfaktoren identifiziert. Einer der in der Studie untersuchten Vorreiter im Feld ist das „Telemedizinische Projekt zur integrierten Schlaganfallversorgung“ (TEMPiS). Im Interview erklärt uns Gesamtkoordinator Dr. Gordian Hubert, was das Projekt leistet, welche Hürden es zu überwinden galt und was wir in Deutschland aus seiner Sicht brauchen, damit Telemedizin in der Fläche ankommt.

Interview

„Wir brauchen wirkliche Offenheit für die Möglichkeiten der Digitalisierung“ – Bernd Valentin vom „Aachener Telenotarzt“ im Interview

Mit Telemedizin können Behandlungsprozesse verbessert oder Versorgungslücken geschlossen werden. In unserer im Dezember veröffentlichten Studie zu telemedizinischen Prozessinnovationen hat das Berliner IGES-Institut für uns gefragt, wie Telemedizin-Projekte in der Regelversorgung ankommen – und hat dazu 15 Erfolgsfaktoren identifiziert. Einer der in der Studie untersuchten Vorreiter im Feld ist der Aachener Telenotarzt. Im Interview erklärt uns Geschäftsführer Bernd Valentin, was das Projekt leistet, welche Hürden es zu überwinden galt und was wir in Deutschland aus seiner Sicht brauchen, damit Telemedizin in der Fläche ankommt.

Gastbeitrag

Quo vadis Medizinstudium? Digitale Versorgung als zentraler Bestandteil der Ausbildung – Das Beispiel Uni Witten/Herdecke

In der „Roadmap Digitale Gesundheit“ unseres Projekts empfehlen wir, digitale Kommunikationslogiken in die medizinische Aus- und Weiterbildung zu integrieren. Denn Ärzte müssen sich zukünftig auf neue, digitale Kommunikationslogiken mit Patienten einstellen, die abseits der medizinischen Versorgung schon heute zum Standard gehören. Im Kontext dieser Handlungsempfehlung sind wir in Austausch mit der Universität Witten/Herdecke getreten, die aktuell an der Neuauflage ihres medizinischen Curriculums arbeitet. In einem Gastbeitrag berichten der Wittener Medizinstudent Emanuele Hillebrand, Wissenschaftler Philip Böhme und der Lehrstuhlinhaber für Didaktik und Bildungsforschung im Gesundheitswesen, Jan Ehlers, wie das Medizinstudium an ihrer Universität schon heute digital gedacht wird.

Elektronische Patientenakten
Elektronische Patientenakten

Dringend nötig: Substanzielle Fortschritte bei der Elektronischen Patientenakte

Publizist Albrecht Kloepfer, seit vielen Jahren Beobachter der Gesundheitspolitik, fragt in diesem Gastbeitrag, ob wir in der nächsten Legislaturperiode zu substanziellen Fortschritten bei der einrichtungsübergreifenden Elektronischen Patientenakte kommen. Und er beschreibt, warum dies nötig ist. Anhand des Beispiels einer Patientin, anhand des drohenden Flickenteppichs von nicht kompatiblen Anwendungen und vor dem Hintergrund der aktuellen Ankündigung von Apple, eine Elektronische Gesundheitsakte auf dem iPhone einzuführen.