#SmartHealthSystems

Sekundärnutzung von ePA-Daten: So bergen andere Länder Datenschätze

Die elektronische Patientenakte (ePA) kommt. Damit steht künftig ein immenser Datenschatz zur Verfügung, der für die Forschung und das Gesundheitswesen enorme Erkenntnispotenziale bietet. Viele Länder machen davon bereits Gebrauch – auch Deutschland steht durch das neue Patientendatenschutzgesetz prinzipiell in den Startlöchern dafür. In einer Sonderauswertung der Studie #SmartHealthSystems haben wir analysiert, welche Rahmenbedingungen für die Daten-Sekundärnutzung in 17 Ländern existieren und wie das zur Verbesserung von Gesundheitsversorgung beitragen kann.

Nationales Gesundheitsportal
Grafikerin schreibt auf ein Whiteboard
Nationales Gesundheitsportal

Nationale Gesundheitsportale: Das bieten Sundhed.dk, 1177.se & Co.

In Kürze startet das Bundesgesundheitsministerium (BMG) einen neuen Webauftritt: Das „Nationale Gesundheitsportal“ soll für Bürgerinnen und Bürger dem BMG zufolge zum „zentralen deutschen Internet-Zugangsangebot zu Informationen rund um Fragen zur Gesundheit werden“ und deren Gesundheitskompetenz steigern . Wie gut wird das funktionieren? Und welche Faktoren spielen für den Erfolg eine Rolle? Wir haben einen Blick in andere Länder geworfen, in denen der Bevölkerung bereits seit Jahren ein nationales Gesundheitsportal zur Verfügung steht. In Teil 1 unserer Blogreihe vergleichen wir die wichtigsten Funktionalitäten der Portale aus Dänemark, Schweden, Norwegen, Österreich, Australien und Israel.

Gesundheits-Apps

Für mehr Transparenz bei digitalen Gesundheitsanwendungen

Welche Gesundheits-Apps gibt es? Wie unterscheiden sie sich? Welche sind gut und vertrauenswürdig? Seit einiger Zeit entwickeln wir – die Bertelsmann Stiftung und die Weisse Liste gGmbH – Lösungen für mehr Transparenz bei digitalen Gesundheitsanwendungen. Das Projekt nennen wir „Trusted Health Apps“. Mit der App-Suche der Weissen Liste ist jetzt das erste Informationsangebot in diesem Kontext als Beta-Version online zugänglich. In diesem Blogpost stellen wir aus dem Anlass vor, woran wir arbeiten und wie wir vorgehen. 

#SmartHealthSystems

Einsatz und Nutzung von Telemedizin: So funktionieren Videosprechstunde und Co. in anderen Ländern

Die Corona-Pandemie hat der Telemedizin viel Aufwind beschert. Dabei sind Videosprechstunde und andere telemedizinische Dienstleistungen in vielen Ländern schon längst fester Bestandteil der Regelversorgung und viel mehr im Alltag integriert als hierzulande. Was kann Deutschland von diesen Ländern lernen? Es zeigt sich, dass Deutschland noch ein klares Zielbild fehlt, wie Telemedizin zu einer verbesserten Regelversorgung beitragen kann und wo sie sich geographisch konzentrieren soll.

Interview

Wie Bürger durch Datenspenden zur Coronavirus-Forschung beitragen können – Cinthia Briseño im Interview

Seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus, der weltweiten Pandemie und Social Distancing, sind Digital-Health-Lösungen stark in den Fokus gerückt. Vor Kurzem fand zum Beispiel der #WirvsVirus-Hackathon statt, den die Bundesregierung mit einer Reihe von Digitalinitiativen veranstaltet hat. Daran nahmen mehr als 40.000 Teilnehmer teil, die an einem Wochenende in Teams nach digitalen Lösungen für die Corona-Krise suchen sollten. Weitere Lösungen werden aber auch jenseits des Hackathons entwickelt: Dr. Cinthia Briseño ist Mitglied des Expertennetzwerks „30 unter 40“ der Bertelsmann Stiftung. Sie arbeitet derzeit ehrenamtlich an dem Projekt „Faster Than Corona“, einer Citizen-Science-Plattform, die im Kampf gegen Corona Menschen dazu aufruft, ihre Gesundheitsdaten zu spenden. Im Interview erläutert sie, worum es dabei geht und wie sich das Projekt von anderen Ansätzen unterscheidet.

#SmartHealthSystems

Elektronische Rezepte: Schlüsselfaktor Anschlussfähigkeit

Elektronische Rezepte reduzieren Papier und Bürokratie und erleichtern den Alltag von Patienten. Als Teil eines ganzheitlichen Konzepts können sie aber auch die Patientensicherheit erhöhen – etwa, indem Daten direkt in einen elektronischen Medikationsplan fließen. Viele Länder haben bereits landesweite E-Rezept-Dienste eingeführt – in Deutschland sollen die Grundlagen 2020 gelegt werden. Ende vergangenen Jahres haben wir analysiert, was Deutschland von anderen Ländern lernen kann: Interoperabilität, klare Nutzungsszenarien und die Anschlussfähigkeit an elektronische Patientenakten sind die Schlüsselfaktoren.

#FutureMedTalk
#FutureMedTalk
#FutureMedTalk

Ankündigung – #FutureMedTalk am 23. Januar: „Wie gut ist Dr. Algorithmus?“

Eine schnelle und zuverlässige Diagnosestellung per Klick: Das versprechen Chatbots wie Ada, Babylon, Your.MD und Buoy – und stehen sowohl Ärzten als auch Patienten in den App-Stores kostenlos zur Verfügung. Während solche Diagnose-Apps heute noch nicht Teil des Versorgungsalltags sind, ebnen aktuelle Entwicklungen wie das im Dezember 2019 beschlossene Digitale-Versorgung-Gesetz den Weg dorthin.
In unserem dritten #FutureMedTalk morgen, 23. Januar 2020, um 16:00 Uhr möchten wir daher gemeinsam mit der Universität Witten/Herdecke fragen: Wie (gut) funktionieren Diagnose-Apps? Für wen und bei welchen Symptomen ist die Nutzung von algorithmenbasierten Apps sinnvoll? Und welchen Einfluss wird ihr Einsatz auf das Arzt-Patienten-Verhältnis haben?

#SmartHealthSystems

Elektronische Patientenakten: Wie andere Länder semantische Standards einsetzen

„Semantische Interoperabilität“ ist das Zauberwort, wenn es darum geht, elektronische Patientenakten erfolgreich über die verschiedenen Sektoren des Gesundheitssystems zu führen und medizinische Daten nicht nur austauschen, sondern auch nutzen zu können. Ohne Semantik lässt sich Digitalisierung nicht gewinnbringend umsetzen. Darüber wird in Deutschland gerade breit diskutiert. Die Politik hat den Prozess angestoßen, Standards und einheitliche Computersprachen zu definieren. Auf Grundlage unserer ländervergleichenden Studie #SmartHealthSystems haben wir genauer geschaut, welche Bedeutung semantische Standards für das jeweilige Gesundheitssystem haben – und wie andere Länder Daten tatsächlich austauschen. Was Deutschland hier lernen kann: Unumgänglich ist, dass eine Behörde oder ein Kompetenzzentrum die Koordinierung übernimmt und dass die Akzeptanz klinischer Informationsstandards strategisch gefördert wird.